Wenn in München die ersten Nächte unter den Gefrierpunkt rutschen, steigt die Gefahr für eingefrorene Leitungen und Rohrbrüche spürbar an. Ein geplatztes Rohr kann innerhalb kurzer Zeit erhebliche Wassermengen freisetzen – und damit Wände, Böden und Estrich durchnässen. Die gute Nachricht: Mit einigen einfachen Vorkehrungen lässt sich das Risiko deutlich senken. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Rohre im Winter brechen, welche Stellen im Haus besonders gefährdet sind und wie Sie im Ernstfall richtig reagieren.
Warum Rohre im Winter brechen
Der Grund ist einfache Physik: Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und übt einen enormen Druck auf die Rohrwand aus. Dort, wo das Rohr der Kälte am stärksten ausgesetzt ist, entsteht ein Eispfropfen. Das noch flüssige Wasser dahinter wird zusammengepresst, bis das Material nachgibt und reißt. Tückisch ist, dass der Rohrbruch oft gar nicht während des Frosts auffällt: Solange das Eis die Leitung verschließt, bleibt alles trocken. Erst beim Auftauen beginnt das Wasser aus dem Riss zu strömen – und genau dann entsteht der eigentliche Schaden.
Diese Stellen im Haus sind besonders gefährdet
Nicht jede Leitung ist gleich anfällig. Besonders gefährdet sind Rohre, die kalt und schlecht gedämmt verlaufen oder selten durchströmt werden. Dazu zählen vor allem:
- Wasserleitungen in Außenwänden und schlecht isolierten Räumen
- Leitungen in unbeheizten Kellern, Garagen und Dachböden
- Außenwasserhähne und Zuleitungen im Garten
- Rohre in leerstehenden oder selten genutzten Räumen und Ferienwohnungen
- Heizungsleitungen in Gebäuden, die über den Winter ganz abgestellt werden
So beugen Sie einem Rohrbruch wirksam vor
Die meisten Frostschäden lassen sich mit überschaubarem Aufwand verhindern. Bewährt haben sich vor allem diese Maßnahmen:
- Leitungen dämmen: Isolieren Sie freiliegende Rohre in Keller, Garage und Außenbereich mit Rohrisolierung. Das ist günstig und schnell montiert.
- Außenhähne entleeren: Drehen Sie die Zuleitung zu Gartenhähnen rechtzeitig ab und lassen Sie das Restwasser ablaufen. Schläuche abkoppeln.
- Gefährdete Räume frostfrei halten: Auch selten genutzte Räume sollten nie vollständig auskühlen. Eine Grundtemperatur verhindert, dass Leitungen einfrieren.
- Bei Abwesenheit vorsorgen: Wer im Winter länger verreist, sollte die Heizung nicht ganz abschalten oder die Hauptwasserleitung absperren und das System entleeren.
- Wasser in Bewegung halten: Fließendes Wasser friert langsamer. Bei extremem Frost kann es helfen, einen gefährdeten Hahn minimal tropfen zu lassen.
Was tun, wenn das Rohr bereits geplatzt ist?
Kommt es trotz aller Vorsicht zum Rohrbruch, zählt jede Minute. Drehen Sie zuerst den Haupthahn ab, um den Wasserzufluss zu stoppen, und schalten Sie bei Bedarf den Strom im betroffenen Bereich aus. Entfernen Sie Möbel und Wertgegenstände aus dem nassen Bereich und nehmen Sie stehendes Wasser auf, so gut es geht. Anschließend sollte ein Fachbetrieb den Schaden begutachten – denn gerade bei Frostschäden sitzt das Leck häufig verdeckt hinter Wand oder Boden.
Hier kommt die zerstörungsfreie Leckortung ins Spiel: Mit Thermografie, akustischer Ortung und Feuchtemessung lässt sich die Schadstelle gezielt finden, ohne großflächig Wände oder Estrich aufzustemmen. Ist die Ursache behoben, sorgt eine fachgerechte technische Trocknung dafür, dass die Restfeuchte vollständig aus Wänden, Böden und Estrich entweicht – die Grundvoraussetzung, um späteren Schimmel und Bauschäden zu vermeiden. Die anschließende Sanierung und Wiederherstellung bringt die betroffenen Bereiche zurück in den ursprünglichen Zustand. Bei der Versicherungsabwicklung unterstützt ROPP Schadendienst mit einer lückenlosen digitalen Dokumentation des Schadens.
Rohrbruch oder Frostschaden in München?
Unser 24/7-Notdienst ist rund um die Uhr für Sie erreichbar – schnelle Hilfe von der Leckortung bis zur Trocknung.
Jetzt anrufen: 089 54192470Häufige Fragen zu Rohrbruch und Frost im Winter
Ab welcher Temperatur frieren Wasserleitungen ein?
Wasser gefriert bei 0 °C, doch kritisch wird es für Leitungen meist erst bei länger anhaltendem Frost unter etwa -5 °C – vor allem bei ungedämmten Rohren in Außenwänden, unbeheizten Kellern, Garagen oder auf dem Dachboden. Entscheidend sind die Dauer des Frosts und wie gut die Leitung geschützt und durchströmt ist.
Was tun, wenn eine Leitung bereits eingefroren ist?
Drehen Sie zuerst den Haupthahn zu und öffnen Sie den betroffenen Wasserhahn, damit tauendes Wasser abfließen kann. Tauen Sie die Leitung nur langsam auf, etwa mit warmen Tüchern oder einem Föhn – niemals mit offener Flamme. Prüfen Sie beim Auftauen auf undichte Stellen, denn ein Frostriss zeigt sich oft erst, wenn das Wasser wieder fließt.
Zahlt die Versicherung einen Frostschaden?
Schäden durch Rohrbruch und Frost sind in der Regel über die Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung abgedeckt, sofern die Leitungen ordnungsgemäß beheizt oder entleert wurden. Versicherer erwarten, dass das Gebäude auch bei Abwesenheit frostsicher gehalten wird. Eine saubere Dokumentation des Schadens ist für die Regulierung wichtig.
Wie finde ich bei einem Rohrbruch die undichte Stelle?
Ein Leck hinter Wand, Boden oder Estrich lässt sich mit zerstörungsfreier Leckortung orten – etwa per Thermografie, akustischer Ortung und Feuchtemessung. So wird die Schadstelle gezielt gefunden, ohne unnötig Wände oder Böden zu öffnen. Bei Fragen rund um Wasserschäden in München erreichen Sie uns jederzeit über unsere Kontaktseite.